Fachtag „Sexuelle Gesundheit in Brandenburg“

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Am 20.11.2017 fand im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg (MASGF) der 16. FachtagSexuelle Gesundheit in Brandenburg“ anlässlich des Welt-Aids-Tages statt.

Das Programm finden Sie hier: Einladung 16. Fachtagung

16. Fachtag „Sexuelle Gesundheit in Brandenburg“

Die Strategien der HIV-Prävention wirken! Das belegen die stabilen Zahlen der HIV-Neuinfektionen in Deutschland. Eine HIV-Übertragung kann sowohl durch Einhaltung der Safer-Sex-Regeln als auch durch eine Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) verhindert werden. Die PrEP muss als weiteres Instrument der Präventionsarbeit verfügbar sein. Die Schutzwirkung durch die HIV-Therapie ist wissenschaftlich belegt, denn ein früher Therapiebeginn kann viele Folgeerkrankungen verhindern und bei Therapietreue und guter Wirkung der HIV-Medikamente sind HIV-positive Menschen nicht mehr infektiös.

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr eine Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen verabschiedet – „BIS 2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend“. Ein erklärtes Ziel dieser Strategie ist u.a., HIV-Spätdiagnosen zu vermeiden, um eine frühzeitige HIV-Behandlung zu ermöglichen.

Die DAH schließt sich mit ihrer aktuellen Kampagne „Kein Aids für alle! bis 2020!“ sowohl den Zielen der Strategie der Bundesregierung als auch der Vereinten Nationen an, nach denen die Aids-Epidemie bis 2030 beendet werden soll. In Deutschland ist dieses Ziel früher erreichbar, weil die Voraussetzungen besonders gut sind: Die Zahl der HIV-Infektionen ist im internationalen Vergleich gering, HIV-Medikamente sind verfügbar, und es gibt ein leistungsfähiges Gesundheitssystem.

Ab dem Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken müssen. Zur Umsetzung dieses ehrgeizigen Ziels wird uns die DAH im Rahmen des Fachtages informieren.

Im Land Brandenburg leben nach Schätzungen des RKI (Stand: Ende 2015) mehr als 240 HIV-Infizierte ohne von ihrer Diagnose zu wissen – im Bundesvergleich eine relativ hohe Zahl. Um diese Menschen frühzeitig durch einen Test zu erreichen und damit die Prognose der HIV-Infektion langfristig zu verbessern, sollte das Testangebot im ambulanten Bereich ausgebaut werden – so ein Ergebnis des Studienprojektes „Regionale Unterschiede des HIV-Test-Verhaltens“ des Universitätsklinikums Jena.

Von Fachleuten wird der HIV-Heim bzw. –Selbsttest als eine weitere Chance gesehen, Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko und Menschen, die bisherige Testangebote aus unterschiedlichen Gründen nicht wahrzunehmen konnten, die regelmäßige Überprüfung ihres Status zu ermöglichen.

 

Veranstaltungsprogramm                         

Eröffnung

Referatsleiter Dr. Ulrich Widders
Referat 43, MASGF

  1. Fachreferat

 „Kein Aids für alle! Bis 2020!“
Michael Tappe, Projektmitarbeiter, Deutsche AIDS-Hilfe e.V. 

Referat: 2017 Fachtag Brandenburg

  1. Fachreferat

„HIV-regional: regionale Unterschiede des HIV-Testverhaltens“
Dr. med. Benjamin T. Schleenvoigt, Universitätsklinikum Jena

Referat: 01 HIVregional

  1. Fachreferat

„Der Schlüssel zur ersten 90 – HIV Selbsttest“
Michael Tappe, Projektkoordinator Checkpoints, Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

Referat: HIV-Selbstetst_Michael Tappe

Fotos des 16. Fachtages:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos des Fachtages „Sexuelle Gesundheit in Brandenburg“: 25.11.2015